Am Kronsberg entsteht zurzeit das größte Wohnungsbauprojekt
Der erste Spatenstich zum Stadtteilpark Kronsberg-Süd ist erfolgt
Bezirksbürgermeister des Stadtbezirkes Kirchrode-Bemerode-Wülferode, Bernd Rödel, und Oberbürgermeister Belit Onay haben am Freitag, 11. April, mit einem ersten Spatenstich den Startschuss zur Anlage des Stadtteilparks Kronsberg-Süd gegeben.
Am Kronsberg entsteht mit dem derzeit größten Wohnungsbauprojekt in Niedersachsen eine Heimat für mehrere Tausend Menschen auf rund 5,5 Hektar. Bestandteil der Planungen war auch ein Stadtteilpark als verbindendes Element der drei Wohnquartiere.
"Damit ein Wohngebiet, eine Wohnung auch ein richtiges lebenswertes Zuhause wird, sind viele Faktoren notwendig: Attraktiver Wohnraum, eine gute Lage, gute Erreichbarkeit, eine passende Infrastruktur mit Geschäften und kulturellen oder nachbarschaftlichen Angeboten. Und es gehört Grün dazu: Pflanzen, erlebbare Natur im Nahbereich, Oasen der Ruhe. Nicht nur für das Klima, sondern auch zum Wohlfühlen, zum Erholen, zum Erleben, zum Begegnen, zum Entspannen. All das wird hier verwirklicht", so OB Onay in seiner Ansprache bei der Feierstunde zum Baubeginn.

Symbolischer Spatenstich für den Stadtteilpark Kronsberg-Süd
Der Park entsteht zwischen dem Höhenrücken des Kronsbergs im Osten entlang der bereits zur Weltausstellung EXPO 2000 angelegten Randallee und den am Kattenbrookstrift liegenden nördlichen und südlichen Übergängen zu den Stadtbahnstationen „Stockholmer Allee“ und „Messe Ost“.
In der ersten Baustufe werden 2025 und 2026 die künftigen Parkflächen in ihrer Höhenlage an die angrenzenden neuen Straßen angepasst und mit einem Netz aus Park- und Verbindungswegen an die Wohnquartiere angebunden. Ein 2,50 Meter breiter Hauptweg verbindet dann die verschiedenen Eingangsplätze an den Quartiersquerungen und führt durch den bogenförmig gestreckten Park von Norden nach Süden.
Die Parkwege werden größtenteils wetterfest mit einem dauerhaften hellen Asphaltbelag befestigt. Die Verbindungswege zwischen den Wohnquartieren sind als Fußwege in drei Metern Breite und in Kombination mit Radwegefunktion mit 4,50 Meter Breite komplett barrierefrei geplant und erhalten zusätzlich eine Beleuchtung.
Das Wegenetz wird an den Parkeingängen zur inklusiven Nutzung und Orientierung der Parkwege für Menschen mit Sehbehinderungen mit speziellen taktilen Bodenelementen ausgestattet.
Die Eingangsplätze erhalten durch locker eingestreute Baumgruppen mit jeweils besonderen Blüten- und Blattfarben eine eigenständige gestalterische Wirkung und ergänzt werden diese durch Sitzbänke und attraktive Stauden- und Strauchpflanzungen.
Insgesamt wird es umfangreiche Baum- und Strauchpflanzungen mit mehr als 400 Bäumen und 1.000 Quadratmetern Hecken geben.
Weitläufige Rasen- und Wiesenflächen werden den inneren Parkraum gliedern. Das ergibt später 32.000 Quadratmeter Rasenflächen und 13.500 Quadratmeter Blühwiesen und Staudenflächen aus heimischen Kräutern, Stauden und Gräsern. Der vorhandene nördliche Bastionsplatz im Verlauf der Randallee am Hugo-Knapphorst-Weg wird mit dem neuen Stadtteilpark verbunden.
Der eingerückte Aufenthaltsplatz wird überarbeitet und mit Sitzmöbeln und robusten artenreichen Staudenmischpflanzungen aufgewertet. An der südöstlichen Parkecke soll analog ein weiterer Bastionsplatz im Anschluss an die landschaftlichen Allmendewiesen entstehen.
Das Ganze wird rund 4,8 Millionen Euro im ersten Bauabschnitt kosten.
In einem zweiten Bauabschnitt, der für 2026 und 2027 geplant ist sollen dann zwei Kinderspielplätze und ein Mehrgenerationen-Bewegungsplatz entstehen. Für die Ausgestaltung der Flächen wird ein Beteiligungsverfahren vorbereitet.
Kinder, Jugendliche und interessierte Anwohner*innen werden dazu im Frühsommer 2025 eingeladen. Die Ausstattung der Spielplätze wird auf die Bedürfnisse der verschiedenen Altersgruppen ausgerichtet.
Im Norden entsteht ein Themenspielplatz unter dem Titel „Stangenwald“ für die älteren Kinder mit erhöhten Spiel- und Bewegungsanforderungen zum Klettern, Schaukeln und Balancieren.
Für die kleineren Kinder soll im südlichen Abschnitt ein großzügiger Spielbereich zum Thema „Obstkoppel“ mit Sand-Matschspiel, kleineren Kletter- und Schaukelangeboten entstehen und zwar eingebunden in eine landschaftlich angelegte Obstwiese.
Als weiteres Angebot soll an die Randallee ein Mehrgenerationenbereich für alle Altersgruppen mit Aufenthalts- und sportlichen Bewegungselementen realisiert werden.
Weiterhin sind eingestreut in der Parkfläche vielfältige Sitz- und Aufenthaltsbereiche entlang der Wege vorgesehen.
Geplant wurde der Stadtteilpark vom Landschaftsarchitekturbüro „Lohaus – Carl - Köhlmos“ aus Hannover im Auftrag der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover.
Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo/Fotos: Landeshauptstadt Hannover